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Wetterstatistik der Station
Neustadt an der Orla 2006-2011


Das Jahr 2011

Monat Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Besondere Ereignisse
Januar 54 mm -12° C 11° C -
Februar 14 mm -14° C 11° C -
März 15 mm -8° C 18° C -
April 34 mm 0° C 25° C -
Mai 36 mm 0° C 31° C -
Juni ca 90 mm 9° C 32° C heftige Gewitter am 22. (Sturmböen) und 24.(Hagel)
Juli 118 mm 8° C 31° C ungewöhnlich viele Regentage und nur mäßig warmer Juli
August 67 mm 7° C 33° C wärmste Tage des Jahres 2011 erst Ende August
September 76 mm 5° C 29° C -
Oktober 49 mm -1° C 15° C -
November 1 mm -2° C 12° C Extrem mild und tocken
Dezember 55 mm -4° C 13° C mild und schneearm

Temperaturverlauf Dezember 2010 - Februar 2011 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf März-Mai 2011 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf Juni-August 2011 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf September 2011 in Neustadt (Orla)(technische Probleme Okt./Nov.)


Der Sommer 2011, besonders Juli, zeichnete sich durch unbeständiges Wetter mit zahlreichen Regentagen aus und erst im August gab es mit (nur) 33 Grad den wärmsten Tag des Jahres. Im November dagegen fiel lediglich 1 mm Niederschlag, dieser Monat war also extrem trocken. Der Dezember schließlich war ungewöhnlich mild und im Prinzip ohne Schnee.




Das Jahr 2010

Monat Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Besondere Ereignisse
Januar 18 mm -15° C 3° C 9./10.: kräftige Schneefälle mit Verwehungen
Februar 25 mm -12° C 14° C -
März 30 mm -12° C 23° C -
April 32 mm -2° C 26° C -
Mai 112 mm 3° C 25° C Ungewöhnlkich kühle und regenreiche Witterung vom 5.-20.
Juni 43 mm 6° C 32° C -
Juli 155 mm 6° C 36° C Sehr hohe Niederschlagssume infolge mehrerer gewittriger Regenfälle; Außergwöhnlich viele Hitzetage, d.h. Tage mit 30° C und mehr
August 196 mm 10° C 31° C Extrem regenreiche Witterungsperiode 1.-10. und 25.-30., doch ohne nennenswerte Überschwemmungen
September 79 mm 5° C 24° C -
Oktober 20 mm -1° C 18° C -
November 126 mm -10° C 17° C Ungewöhnlich mild am 14. (17°), hochwinterlich ab 28. mit fast 20 cm Neuschnee
Dezember 106 mm -16° C 4° C Sehr schneereicher Monat mit wiederholten ergiebigen Schneefällen, teils auch Eisregen.

Temperaturverlauf Dezember 2009- Februar 2010 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf März-Mai 2010 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf Juni-August 2010 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf September-November 2010 in Neustadt (Orla)


Das Jahr 2010 wird vor allem wegen der hohen Niederschlagsmengen in Erinnerung bleiben: Mit 942 mm fielen 50 % mehr Regen und Schnee als normal. Damit zählt das Jahr 2010, zusammen mit 1995, zu den feuchtesten seit 1990. An fünf Monaten fielen mehr als 100 mm Niederschlag, vor allem Anfang und Ende August war es extrem regenreich. Auch der Dezember war sehr schneereich mit einer Schneedecke von bis zu bis 40 cm! Hinsichtlich der Temperaturen zeichnete sich der Juli durch eine lang andauernde intensive Hitzewelle aus.




Das Jahr 2009

Monat Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Besondere Ereignisse
Januar 22 mm -22° C 5° C 4./5.: anhaltende starke Schneefälle
7.-12.: sehr kalte Witterungsperiode mit strengen Nachtfrösten (- 22° am 7., kälteste Nacht seit 1998)
Februar 68 mm -13° C 9° C Zur Monatsmitte wiederholt kräftige Schneefälle, zumeist nasser Schnee
März 61 mm -4° C 14° C -
April 72 mm -1° C 24° C -
Mai 12 mm 3° C 28° C Niederschlagsarm, da keine intensiven Gewitter in Neustadt
Juni 98 mm 11° C 28° C 15./16.: intensive, gewittrige Regenfälle
Juli 67 mm 12° C 30° C ungewöhnlich wechselhafter, schwülwarmer Monat
August 32 mm 7° C 33° C Wärmster Tag des Sommers (33°) erst am 20.8.
September 54 mm 6° C 31° C -
Oktober 60 mm -1° C 23° C Erster Schnee 15.10.
November 57 mm 0° C 14° C -
Dezember ca. 75 mm -18° C 9° C kalte Witterungsperiode mit bis zu - 18 ° vom 16.-20.

Temperaturverlauf Dezember 2008- Februar 2009 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf März-Mai 2009 in Neustadt (Orla)


Temperaturverlauf Juni-August 2009 in Neustadt (Orla)
Aufgrund technischer Probleme keine Daten Ende Juni/Anfang Juli



Temperaturverlauf September-November 2009 in Neustadt (Orla)

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Das Jahr 2009 zeichnete sich vor allem durch die sehr kalte Witterungsperiode im Januar aus, mit der kältesten Nacht seit 1999. Der Sommer war niederschlagsreich, wechselhaft und ohne Temperaturextreme. Der wärmste Tag des Jahres war der 20.8., also ungewöhnlich spät.


Das Jahr 2008
Monat08 Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Januar 25 mm -4° C 12° C
Februar 16 mm -7° C 16° C
März 56 mm -6° C 17° C
April 80 mm -1° C 24° C
Mai 21 mm 4° C 32° C
Juni 57 mm 8° C 32° C
Juli 59 mm 11° C 35° C
August 12 mm 9° C 33° C
September 57 mm 0° C 26° C
Oktober 85 mm 0° C 20° C
November 21 mm - 3° C 15° C
Dezember 60 mm - 9° C 8° C

Der Januar war von südwestlichen und westlichen Winden geprägt, dementsprechend war es durchweg unbeständig, sehr mild und auch in den Höhenlagen schneearm. Mit 25 mm Niederschlag war es etwas trockener als normal.

Die schneearme und milde Witterung setzte sich im Februar fort, mit nur 16 mm Niederschlag war es wesentlich zu trocken. Besonders die zweite Monatshälfte war freundlich und extrem mild, am 24. gab es frühlingshafte 16 Grad!

Temperatur und Luftfeuchte im Winter 2007/08 in Neustadt (Orla)
rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich

Der März begann mit Pauken und Trompeten: Am Morgen des 1. gab es mit Durchzug der Kaltfront des Sturmtiefs Emma kräftige Graupelgewitter. Die erste Monatshälfte war überhaupt windig und mild, erst ab 16. deutlich kälter. Dabei gab es Schneefall bis in die Täler. Erst an den letzten Tagen des Monats war es freundlicher und mild.

Die ersten drei Wochen des Aprils lag Thüringen im Bereich einer Luftmassengrenze über Mitteleuropa, die kühle Luft im Nordwesten von sommerwarmer im Südosten trennte. Dabei lag Thüringen abgesehen vom 11.-15. stets auf der kühlen Seite, bei wolkenverhangenem Himmel gab es wiederholt Regen. Erst in der letzten Aprilwoche setzte sich deutlich wärmeres und freundlicheres Wetter durch.

Der Mai war insgesamt erheblich zu warm und zu trocken. Dabei gab es viel Sonnenschein, aber auch schwülwarme Perioden mit einzelnen Schauern und Gewittern, insbesondere vom 11.-15. und zum Monatsende. Am 31. gab es über dem Raum Saalfeld bis ins untere Orlatal unwetterartigen Regen im Zusammenhang mit einem Gewitter. Der Neustädter Raum wurde aber verschont.

Temperatur und Luftfeuchte im Frühling 2008 in Neustadt (Orla)
rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich



Der Juni begann mit unwetterartigen Gewittern, der Raum Neustadt war am 3. betroffen, jedoch relativ lindrig. Ein Großteil des Monatsniederschlages fiel an diesem Tag. Überhaupt war der Juni wechselhaft mit einzelnen Schauern und Gewittern. Abgesehen von einer kühlen Periode zur Monatsmitte war es sommerlich warm.

Richtig freundlich und trocken zeigte sich der Juli nur an seinen ersten und letzten Tagen. Dazwischen war es wechselhaft mit fast täglichen Schauern und Gewittern. Abgesehen von zwei sehr kühlen Tagen am 20/21.7. war es aber recht warm, trotz der unbeständigen Witterung.

Auch der August war durchwachsen, mit West- und Südwestwinden überquerten wiederholt Tiefausläufer Thüringen. Dazwischen gab es aber auch Tage mit freundlichem Wetter. Trotz des meist wolkigen Wetters gab es nur wenige Regenfälle; diese konzentrierten sich zudem auf die Monatsmitte.

Temperaturverlauf im Sommer 2008 in Neustadt (Orla)
(Aufgrund eines technischen Fehlers keine Werte Ende Juni/Anfang Juli)

Der September kann in zwei Hälften gegliedert werden: Bis zum 12. war es meist trocken und noch spätsommerlich warm. Mit einer Winddrehung auf Nordost setzte ab 13. eine markante Abkühlung ein, am 17. gab es den ersten Bodenfrost. Wie so häufig bei Nordostlagen war es insbesondere vom 20.-25. ausgesprochen trübe im Neustädter Raum. Dazu gab es zeitweise Regen, womit die seit Mitte Juli anhaltende sehr niederschlagsarme Witterungsperiode beendet wurde.

Höhepunkt der Witterung im Oktober war der Wintereinbruch am 30. Dabei fiel verbreitet nasser Schnee bis ins Orlatal, so dass sich kurzzeitig eine Schneedecke bilden konnte. Die nasskalten Tage zum Monatsende waren aber die Ausnahme; insbesondere um den 10. gab es sonnige Tage mit bis zu 20 Grad.

Die erste Novemberhälfte war vorwiegend mild und niederschlagsarm mit Temperaturen bis zu 15 Grad. Zur Monatsmitte wurde eine unbeständigere und allmählich auch deutlich kühlere Witterung eingeleitet, die mit Schneeschauern und leichtem Frost um den 25. kulminierte. Richtiges Winterwetter gab es aber nur im Bergland.

Temperaturverlauf im Herbst 2008 in Neustadt (Orla)
(Temperaturverlauf Dezember 2008 siehe "Aktuell 2009")


Der Dezember war klimatologisch betrachtet ziemlich normal. Der meiste Niederschlag fiel in der ersten Monatshälfte, danach stellte sich eine niederschlagsarme Witterung ein. Besonders vor und nach Weihnachten gab es auch sonnige Tage, sonst aber meist hochnebelartige Bewölkung.

Das Jahr 2008 zeichnete sich vor allem durch die extrem milden Wintermonate Januar und Februar aus. Schwere Gewitter tobten Ende Mai und Anfang Juni im Ostthüringer Raum, das Stadtgebiet von Neustadt blieb aber von den schlimmsten Ereignissen verschont. Erwähnenswert ist schließlich auch noch die sehr niederschlagsarme Witterungsperiode, die von Mitte Juli bis Mitte September andauerte.

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Das Jahr 2007
Monat Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Januar 43 mm -11° C 13° C
Februar 37 mm -2° C 12° C
März 57 mm 0° C 18° C
April 5 mm -1° C 27° C
Mai 112 mm 3° C 31° C
Juni 143 mm 11° C 31° C
Juli 94 mm 11° C 36° C
August 116 mm 6° C 29° C
September 151 mm 4° C 24° C
Oktober 20 mm 1° C 22° C
November 74 mm -2° C 11° C
Dezember 29 mm -9° C 12° C

Höhepunkt der Witterung im Januar war der Sturm "Kyrill" am 18., der auch im Orlatal für erhebliche Schäden sorgte. Die erste Monatshälfte war sehr mild. Zur Monatsmitte leitete sehr windiges Wetter eine kältere Witterungsperiode ein, richtiges Winterwetter mit Schneefall gab es aber nur zwischen 24. und 26.

Die sehr milde Witterung setzte sich auch im Februar fort. Hierbei war es oft feuchtmild mit vielen trüben Tagen mit leichtem - mäßigem Regen. Außergewöhnlich ist die für einen Wintermonat extrem hohe Minimumtemperatur: Kälter als -2 Grad war es an keinem Tag! Selbstverständlich konnte sich unter diesen Bedingungen keine Schneedecke ausbilden.

Ein kurzes, aber kräftiges Spätwinterintermezzo gab es Mitte März: Am 17. leitete eine Kaltfront eine deutlich kühlere Witterungsperiode ein. Nachfolgend bildete sich ein Tief über Mitteleuropa und es gab insbesondere am 22. kräftigen Schneefall mit über 10 cm nassen Neuschnee im Orlatal. Diese etwa eine Woche andauernde nasskalte Witterungsperiode war aber die Ausnahme, sonst war der Monat nämlich freundlich und sehr mild.

Der April wird vor allem aufgrund der extremen Trockenheit und des vielen Sonnenscheins in Erinnerung bleiben. Hierzu war es, wie bereits seit Monaten, wärmer als normal. Lediglich zu Beginn des Monats dominierten Wolken und kühleres Wetter. Nach langer Trockenheit fiel am 25. endlich etwas Regen.

Auch der Mai war wesentlich zu warm, aber im Unterschied zum Vormonat erheblich zu feucht. Besonders zwischen 20. und 28. bestimmte schwülwarme Luft die Witterung und es kam häufig zu teils unwetterartigen Gewittern. Das Stadtgebiet von Neustadt blieb aber verschont, hier gab es nur kräftigen Regen.

Temperatur und Luftfeuchte im April und Mai 2007 in Neustadt (Orla)
rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich



Auch für die Charakterisierung des Junis muss wieder das Wort "extrem" benutzt werden: Mit 143 mm Niederschlag war es der seit Jahren regenreichste Monat in Neustadt (Orla). Allein am Abend des 15. fielen in Verbindung mit Gewittern über 50 mm, was zu Überflutungen an Flüssen und Bächen führte. Im Zusammenhang mit häufigen Luftmassenwechseln (siehe auch Temperaturkurve) gab es weitere Regenfälle; insgesamt war es aber wieder zu warm.

Höhepunkt der Witterung im Juli war die kurze, aber intensive Hitzewelle zur Monatsmitte, die am 16. mit 36 Grad kulminierte. Der Witterungscharakter zeigte sich ansonsten wechselhaft mit häufigen Schauern und Gewittern.

Der August war der vierte Monat infolge mit erheblich zu feuchter Witterung! In feuchtwarmer Luft konnten sich immer wieder teils mit Gewittern durchsetzte Regenschauer bilden, die binnen kürzester Zeit große Regenmengen verursachten (vor allem zwischen 6.-9.). Ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass es keinen heißen Tag (d.h. Temperaturmax => 30°) gab. Auch gab es nur wenige Tage mit wirklich sonnigem Wetter.

Temperatur und Luftfeuchte während der Sommermonate 2007 in Neustadt (Orla)
rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich

Der September 2007 wird vielen in Erinnerung bleiben: Ein Tiefdruckgebiet zog am 28. über Ostbayern und Westsachsen nach Norden und sorgte u.a. in Ostthüringen für ergiebigen Dauerregen. Dabei fielen innerhalb von 24 Stunden über 40 mm Niederschlag in Neustadt, d.h. soviel wie normalerweise im gesamten Monat! Da auch die Tage zuvor schon regnerisch waren, konnte der Boden kaum noch Wasser aufnehmen und es kam u.a. entlang der Orla und ihrer Nebenflüsse zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Dreitzsch und Neunhofen. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass dieses Hochwasserereignis mit zu den zehn schwerwiegendsten der letzen 80 Jahren gehört (gemessen am Durchfluss m3/s). Zum Mittag des 29. zog das Regengebiet nach Norden ab und die Lage entspannte sich rasch. Insgesamt fielen im September über 150 mm Regen, d.h. das Dreifache des Normalwertes!

Nach mehreren extrem nassen Monaten infolge war der Oktober zu trocken. Die erste Monatshälfte war durchaus noch freundlich und warm, ab Monatsmitte dominierte jedoch kühle und wolkenreiche Witterung. In der Nacht zum 20. gab es den ersten Schneeregen der Saison.

Der November zeichnete sich hauptsächlich durch zu feuchte Witterung aus. Der Niederschlag fiel im Orlatal meist als Regen, im Oberland dagegen vorübergehend als Schnee.

Der Dezember kann in drei Witterungsperioden untergliedert werden: Die erste Monatshälfte war mild, teilweise windig mit häufigem, meist leichten Regen. Zur Monatsmitte setzte sich trockenes, kälteres und zu Nebel neigendes Hochdruckwetter durch. Ab Weihnachten sorgten schwache Tiefausläufer für etwas Schnee, insgesamt war es dann nasskalt.

Temperatur und Luftfeuchte September 2007 in Neustadt (Orla)
rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich

Das Jahr 2007 wird hauptsächlich durch zwei Ereignisse in Erinnerung bleiben: Sturmtief "Kyrill" sorgte am 18.1. für große Schäden in ganz Deutschland und auch im Orlatal. Sieben Monate später, im September, gab es wiederum teils große Schäden, diesmal jedoch durch Hochwasser. Der September war der vierte Monat infolge mit erheblich mehr Niederschlag als normal. Ein Tief über Deutschland brachte dann am 28./29.9. das Fass zum überlaufen.

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Das Jahr 2006
Monat Niederschl.
summe
Temp-
minimum
Temp-
maximum
Januar 21 mm -13° C 4° C
Februar 36 mm -11° C 9° C
März 70 mm -10° C 19° C
April 45 mm -1° C 25° C
Mai 76 mm 5° C 26° C
Juni 55 mm 6° C 32° C
Juli 38 mm 12° C 38° C
August 125 mm 10° C 28° C
September 59 mm 8° C 28° C
Oktober 56 mm 3° C 24° C
November 40 mm 2° C 16° C
Dezember 22 mm -4° C 13° C

Der Januar 2006 war ereignisarm, insbesondere in der zweiten Monatshälfte kalt und insgesamt deutlich zu trocken!
Der Monat begann mild und trübe, ab 5. wurde es dann freundlicher, aber kälter. Dieses Wetter hielt bis zum 16., lediglich am 12. sorgte eine schwache Front für etwas Schneeregen. Vom 17.-21. war es vorübergehend milder mit einzelnen Regenfällen. Ab 22. wurde dann aber am Rand eines Hochdruckgebietes über Nordosteuropa deutlich kältere Luft wetterbestimmend. In dieser trocken-kalten Luftmasse gab es in der letzten Januarwoche viel Sonnenschein mit örtlich strengen Nachtfrösten. Lediglich am 25. gab es vorübergehend eine Frostabschwächung. Aufgrund der trockenen Luftmasse fielen keine nennenswerten Neuschneemengen.

Höhepunkt der Witterung im Februar waren die Überflutungen vor allem im Raum Pößneck zur Monatsmitte - verursacht durch Tauwetter und Regen. Von den milden Tagen um die Monatsmitte abgesehen war der Februar jedoch etwa durchschnittlich hinsichtlich der Temperaturen. Nennenswerte Niederschläge gab es nur an wenigen Tagen zu Beginn und Mitte des Februars.

Der März 2006 war meist unbeständig und zu feucht. Die erste Monatshälfte war zu kalt, mit Nachtfrösten bis -10° zur Monatsmitte. Dabei war es wolkig mit Schneeschauern, am 9. und 10. jedoch vorübergehend milder mit Regen. Ab 17. wurde dann eine mildere Witterungsperiode eingeleitet, die zum 24./25. ihren Höhepunkt erreichte. Dazu gab es vom 18.-24. längere sonnige Abschnitte, zum Monatsende hin aber teils kräftigen Regen, der zusammen mit dem Tauwetter im Oberland die Flüsse kräftig anschwellen ließ.

Die erste Aprilwoche war wechselhaft, aber relativ mild. Vom 10.-17., also einschl. Ostern, herrschte dann unbeständiges, kühles und zeitweise windiges Wetter, wobei es immer wieder regnete. Ab 18. strömte vom Südwesten her fast sommerlich warme Luft nach Thüringen, dabei war es jedoch leicht unbeständig und am 22. gab es das erste Gewitter. Weitere Schauer und Gewitter leiteten am 26. einen deutlich kühleren Abschnitt mit häufigem Regen ein, am 29. fiel sogar Schneeregen bis ins Orlatal!

Den Mai kann man in eine freundliche und frühsommerliche erste Monatshälfte und eine deutlich kühlere zweite Monatshälfte untergliedern. Bis zum 18. war es meist freundlich mit Tagestemperaturen bis 26 Grad. Ab 9. traten dann aber einzelne Schauer auf, vom 15.-17. war es schwülwarm mit Gewittern. Am 20. wurde mit dem Durchzug einer Kaltfront, begleitet von Graupel und schweren Sturmböen, eine sehr kühle und regenreiche Witterungsperiode eingeleitet. Es gab wiederholt Schauer, am 30. und 31. auch Dauerregen bei Tagestemperaturen unter 10 Grad!

Der Juni war in Deutschland gekennzeichnet von häufigen, teils unwetterartigen Gewittern. Glücklicherweise blieb Ostthüringen davon verschont. Aber auch hier gab es insbesondere vom 15.-25. bei schwülwarmer Witterung gewittrige Schauer. Zuvor war es hingegen meist trocken, sonnig und sehr warm, nur unmittelbar zu Monatsbeginn war es kühler mit Schauern. Die letzte Juniwoche war leicht unbeständig, d.h. wolkig mit örtlichen Schauern und Höchsttemperaturen etwas über 20 Grad.

Extreme Hitze mit bis zu 38 Grad bestimmte die Witterung im Juli. Im Prinzip war es den gesamten Monat sehr warm und sonnig. Lediglich an einigen Tagen, nämlich vom 6.-8., 12.-15., 21.-24. und zum Monatsende war es wolkiger mit einzelnen Schauern und Gewittern. Die Hitze kulminierte in Neustadt vom 18.-20. Juli mit Tageshöchsttemperaturen bis 38 Grad. Die anhaltende Hitze in Verbindung mit den nur wenigen Schauern führte zu extrem großer Trockenheit und Waldbrandgefahr in der 2. Monatshälfte.

Nach dem heißen und trockenen Juli folgte das Gegenteil im August, der sich durch erheblich zu feuchtes und auch kühles Wetter auszeichnete. Mit 125 mm Niederschlag fiel etwa doppelt soviel Regen wie normal! Außerdem gab es keinen Hitzetag, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, was ziemlich ungewöhnlich ist. Der August war stattdessen meist mäßig warm, d.h. Tageshöchsttemperaturen etwas über 20 Grad, mit häufigen Schauern. Ausgesprochen unbeständig, regnerisch und sehr kühl war es vom 6.-9. und vom 27.-29.8. Perioden mit anhaltend sonnigem Wetter gab es nicht.

Der September präsentierte sich ganz im Gegensatz zu dem Vormonat von seiner besten Seite: Es gab viel Sonnenschein bei meist noch sommerlichen Temperaturen, aber auch einige teils kräftige Schauer und Gewitter, wodurch die Niederschlagssumme trotz der vielen freundlichen Tage in etwa dem Mittel entsprach. Herausragend war ein Starkregenereignis am Abend des 18., infolgedessen es in einigen Gebieten zu Überflutungen kam. Die Stadt Neustadt (Orla) war hiervon nur teilweise betroffen; wenige Kilometer weiter östlich fielen aber enorme Mengen Regen binnen kurzer Zeit.

Auch der Oktober war zu mild, wenn auch nicht so extrem wie der Vormonat. Die erste Oktoberwoche begann unbeständig mit gelegentlichem Regen, der am 3. kräftig war. Vom 9.-27. herrschte meist freundliches Hochdruckwetter, vom 13.-15. bildete sich jedoch vorübergehend zäher Hochnebel und es war trübe. Am 17. gab es den ersten Bodenfrost, danach wurde es aber dank zunehmenden Südwestwindes deutlich wärmer - am 26. konnten nochmals extrem milde 24 Grad in Neustadt (Orla) gemessen werden. Erst die letzten Tage des Monates waren wolkiger und am 29. fiel etwas Regen.

Die wesentlich zu milde, teilweise sogar extrem milde Witterung setzte sich auch im November fort. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es keinen Frost gab. Die ersten 4 Tage waren zwar nasskalt mit Schneeregen, die Temperaturen hielten sich aber knapp über 0 Grad. Danach setzte sich aber wieder sehr milde Luft durch, wobei es teils neblig, teils sonnig war. Mit Temperaturen bis 16 Grad war es zur Monatsmitte am mildesten. Lediglich vom 9.-11. und 21.-23. war es etwas kühler mit leichtem Regen.

Wer nach dem milden November auf Winterwetter im Dezember hoffte, wurde enttäuscht: Es war erneut ein Monat mit wesentlich zu milder Witterung; die Niederschlagssumme war allerdings unter dem Durchschnitt. Dabei war es insbesondere in der ersten Monatshälfte sehr mild, dazu anfangs recht freundlich, später aber unbeständig. In der zweiten Monatshälfte wurde es dann etwas kühler, am Weihnachtswochenende gab es Nachtfröste. Bevor sich an den letzten beiden Tagen des Jahres wieder extrem milde Luft durchsetzen konnte, gab es am 28. mit etwas Schneefall ein kurzes Winterintermezzo.


Zusammenfassend betrachtet wird das Jahr 2006 vor allem aufgrund der extrem milden Herbstmonate in Erinnerung bleiben, beispielsweise mit Temperaturen bis 24 Grad noch Ende Oktober. Die größte Hitze gab es vom 18.-20. Juli mit bis zu 38 Grad. Buchstäblich ins Wasser fiel dagegen der August, der wesentlich zu nass und kühl war. Für Schlagzeilen sorgten Hochwasser und lokale Überflutungen im Februar und März - verursacht durch kräftigen Regen und Tauwetter.

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