Die herausragenden Witterungsereignisse im Januar waren die Perioden
mit winterlichem Wetter: zu Beginn des Monats mit strengen Frösten und Schneefall (vor allem
13.); ebenfalls winterlich geprägt waren die beiden letzten Tage im Januar. Zu erwähnen ist
an dieser Stelle auch die angespannte Hochwasserlage an den ersten Tagen des Jahres, verursacht durch
ergiebigen Regen um den Jahreswechsel und Tauwetter in den Mittelgebirgen.
Der Februar war insgesamt ein recht freundlicher, durchaus winterlich geprägter
Monat ohne herausragende Ereignisse. Mit einer Niederschlagssumme von nur 18 mm (ca. ein Drittel
des Normalwertes) war es deutlich zu trocken. Zum Monatsende machte sich dann die schon recht
kräftige Sonneneinstrahlung bemerkbar und es gab vorfrühlingshafte Temperaturen
bis 12 Grad.
Der März zeigte sich ausserordentlich freundlich, d.h. wesentlich zu trocken und
sonnenscheinreich. Erst zum Monatsende wurde eine unbeständigere Witterungsperiode
eingeleitet. Damit im Zusammenhang kam es am 27. zu den ersten beiden Gewittern der Saison, verbunden
mit kräftigen Graupelschauern.
Diese unbeständige, windige und kalte Witterungsperiode setzte sich dann auch Anfang April
fort. Es kam wiederholt zu teils kräftigen Schneeschauern. Vor der Monatsmitte erfolgte dann aber
ein rascher Übergang zu sonnigem, trockenem und mildem Wetter. Lediglich Karfreitag und Ostersamstag
zeigten sich unbeständig und kühl. Zum Monatsende hin traten dann wieder einzelne Regenfälle
auf, dabei war es aber mild. Trotz dieser Regenfälle war auch der April wieder zu trocken.
Im Mai war es, abgesehen von der Monatsmitte, sommerlich warm und dabei zunächst
trocken. Im Zusammenhang mit dem Vordringen kühlerer Luft kam es ab dem 8. zu Schauern und Gewittern.
Eine Woche später wurde es dann wieder sommerlich warm, aber es blieb bis zum Montatsende leicht unbeständig
mit Schauer und Gewittern. Die monatliche Niederschlagssumme von 53 mm entspricht fast
dem langjährigem Mittel.
Der Juni zeichnete sich zweifelsohne durch seinen extrem hohen Mittelwert der
Temperatur aus. Es war einer der wärmsten Juni-Monate in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnung.
Schwülheisse Witterung prägte insbesondere die erste Monatshälfte, es kam zu kräftigen
Gewittern, teils mit Hagel (5.und 12., jedoch ohne grössere Schäden im Stadtgebiet). Nach der
Monatsmitte wurde es dann etwas kühler, zum Monatsende hin aber wieder schwülwarm. An der Station
fielen lediglich 31 mm Regen (deutlich zu trocken). Es ist aber davon auszugehen, dass, aufgrund
der örtlich eng begrenzten Starkniederschläge im Zusammenhang mit den Gewittern, die
Niederschlagssummen in der Region stark schwankten.
Auch der Juli zeichnete sich durch schwülwarmes Wetter mit teils kräftigen
Gewittern aus. Lediglich in der ersten Woche war es etwas kühler. In vielen Gebieten Deutschland herrschte extreme
Trockenheit. Groteskerweise war aber der Monat in Neustadt (Orla) zu feucht (vgl. zum Mittelwert). Dies
hängt aber ganz wesentlich mit einem sehr intensiven Schauer zusammen, der am Nachmittag des 17. allein fast
50 mm erbrachte. Nur wenige Kilometer weiter Richtung Westen und Norden fiel dagegen an diesem Tage kaum
Regen! Am Monatsende gab es dann mehr allgemein Schauer und Gewitter, so auch in Neustadt (Orla).
Extrem war auch der dritte Sommermonat. Mit 38 Grad wurde ein
neuer Hitzerokord aufgestellt (seit Beginn meiner Aufzeichnungen 1990);
zudem war der August einer der trockensten Monate, es fielen lediglich 12 mm Niederschlag (davon
über die Hälfte erst am 31). Insbesondere die ersten zwei Wochen waren heiss; am 13. wurde
dann mit etwas Regen die extreme Hitze durch mehr erträgliche Sommertemperaturen abgelöst.
Die langandauernde Hitzewelle in Kombination mit der Niederschlagsarmut führte zu katastrophalen
Konsequenzen für die Landwirtschaft.
Erst am letzten Tag des Monats kam es zu einer spürbaren Abkühlung mit einigen Stunden Regen.
Zu warm und etwas zu feucht, so kann der September 2003 charakterisiert werden.
Der nach der anhaltenden Trockenheit und Hitze langerhoffte Regen fiel jedoch erst am 11., im
Zusammenhang mit einem Tief über Ostdeutschland. Zuvor war der September noch hochsommerlich und
trocken geprägt, erst nach der Monatsmitte wurde eine unbeständigere und ab dem 23. mit
der Passage einer Kaltfront auch kühlere Witterungsperiode eingeleitet.
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Monaten war der Oktober kälter
als normal. Am 21. des Monats gab es sogar den ersten Schnee, der jedoch nur in den
Höhenlagen um Neustadt (Orla) kurzzeitig liegen blieb. Im Zusammenhang mit nächtlichem
Aufklaren gab es in der zweiten Monatshälfte dann verbreitet Nachtfrost. Hinsichtlich der
gefallenen Niederschläge war der Oktober nur unwesentlich zu trocken.
Der November war durchgehend zu mild und zu trocken. Es gab nur wenige
Tage mit Frost, Niederschlag in fester Form fiel – im Gegensatz zum Oktober -
überhaupt nicht. Besonders um den 10. gab es typisches neblig-trübes
Novemberwetter, in der 2. Monatshälfte dann aber im Zusammenhang mit auflebendem
SW-Wind auch sonnige und richtig milde Tage mit bis zu 14 Grad. Erst ab dem 25. wurde
wieder eine etwas kühlere und unbeständigere Witterungsperiode eingeleitet.
Der Dezember war wechselhaft und hatte von allen etwas zu bieten
Der Monat begann mild, ab 5. wurde es jedoch kühler mit Schneeregen und Graupelschauern.
Am 14. war es im Zusammenhang mit der Passage eines Tiefdruckgebietes sehr stürmisch,
ein Mensch kam hierbei im SOK ums Leben. Nach Durchzug des Tiefs wurde es am 15. und 16.
deutlich kälter und es gab Schneefall und Frost. Mildes Wetter sorgte jedoch vom 17.-21.
für Tauwetter, bevor dann aber unmittelbar vor Weihnachten wieder etwas Schnee fiel und
leichter Frost auftrat. Bereits am 1. Weihnachtfeiertag wurde dann aber wieder eine etwas
mildere Witterungsperiode eingeleitet, die bis zum Jahresende anhielt.