Wetterdaten 2006

Monat Niederschl.summe Temperaturminimum Temperaturmaximum
Januar 21 mm -13° C 4° C
Februar 36 mm -11° C 9° C
März 70 mm -10° C 19° C
April 45 mm -1° C 25° C
Mai 76 mm 5° C 26° C
Juni 55 mm 6° C 32° C
Juli 38 mm 12° C 38° C
August 125 mm 10° C 28° C
September 59 mm 8° C 28° C
Oktober 56 mm 3° C 24° C
November 40 mm 2° C 16° C
Dezember 22 mm -4° C 13° C


Temperaturextrema 2006 (fette Linien) im Vergleich
zu den Werten von 2005


Niederschlag 2006 im
Vergleich zu den Jahressummen von 2004/05

Der Januar 2006 war ereignisarm, insbesondere in der zweiten Monatshälfte kalt und insgesamt deutlich zu trocken!
Der Monat begann mild und trübe, ab 5. wurde es dann freundlicher, aber kälter. Dieses Wetter hielt bis zum 16., lediglich am 12. sorgte eine schwache Front für etwas Schneeregen. Vom 17.-21. war es vorübergehend milder mit einzelnen Regenfällen. Ab 22. wurde dann aber am Rand eines Hochdruckgebietes über Nordosteuropa deutlich kältere Luft wetterbestimmend. In dieser trocken-kalten Luftmasse gab es in der letzten Januarwoche viel Sonnenschein mit örtlich strengen Nachtfrösten. Lediglich am 25. gab es vorübergehend eine Frostabschwächung. Aufgrund der trockenen Luftmasse fielen keine nennenswerten Neuschneemengen.

Höhepunkt der Witterung im Februar waren die Überflutungen vor allem im Raum Pößneck zur Monatsmitte - verursacht durch Tauwetter und Regen. Von den milden Tagen um die Monatsmitte abgesehen war der Februar jedoch etwa durchschnittlich hinsichtlich der Temperaturen. Nennenswerte Niederschläge gab es nur an wenigen Tagen zu Beginn und Mitte des Februars.

Der März 2006 war meist unbeständig und zu feucht. Die erste Monatshälfte war zu kalt, mit Nachtfrösten bis -10° zur Monatsmitte. Dabei war es wolkig mit Schneeschauern, am 9. und 10. jedoch vorübergehend milder mit Regen. Ab 17. wurde dann eine mildere Witterungsperiode eingeleitet, die zum 24./25. ihren Höhepunkt erreichte. Dazu gab es vom 18.-24. längere sonnige Abschnitte, zum Monatsende hin aber teils kräftigen Regen, der zusammen mit dem Tauwetter im Oberland die Flüsse kräftig anschwellen ließ.

Die erste Aprilwoche war wechselhaft, aber relativ mild. Vom 10.-17., also einschl. Ostern, herrschte dann unbeständiges, kühles und zeitweise windiges Wetter, wobei es immer wieder regnete. Ab 18. strömte vom Südwesten her fast sommerlich warme Luft nach Thüringen, dabei war es jedoch leicht unbeständig und am 22. gab es das erste Gewitter. Weitere Schauer und Gewitter leiteten am 26. einen deutlich kühleren Abschnitt mit häufigem Regen ein, am 29. fiel sogar Schneeregen bis ins Orlatal!

Den Mai kann man in eine freundliche und frühsommerliche erste Monatshälfte und eine deutlich kühlere zweite Monatshälfte untergliedern. Bis zum 18. war es meist freundlich mit Tagestemperaturen bis 26 Grad. Ab 9. traten dann aber einzelne Schauer auf, vom 15.-17. war es schwülwarm mit Gewittern. Am 20. wurde mit dem Durchzug einer Kaltfront, begleitet von Graupel und schweren Sturmböen, eine sehr kühle und regenreiche Witterungsperiode eingeleitet. Es gab wiederholt Schauer, am 30. und 31. auch Dauerregen bei Tagestemperaturen unter 10 Grad!

Der Juni war in Deutschland gekennzeichnet von häufigen, teils unwetterartigen Gewittern. Glücklicherweise blieb Ostthüringen davon verschont. Aber auch hier gab es insbesondere vom 15.-25. bei schwülwarmer Witterung gewittrige Schauer. Zuvor war es hingegen meist trocken, sonnig und sehr warm, nur unmittelbar zu Monatsbeginn war es kühler mit Schauern. Die letzte Juniwoche war leicht unbeständig, d.h. wolkig mit örtlichen Schauern und Höchsttemperaturen etwas über 20 Grad.

Extreme Hitze mit bis zu 38 Grad bestimmte die Witterung im Juli. Im Prinzip war es den gesamten Monat sehr warm und sonnig. Lediglich an einigen Tagen, nämlich vom 6.-8., 12.-15., 21.-24. und zum Monatsende war es wolkiger mit einzelnen Schauern und Gewittern. Die Hitze kulminierte in Neustadt vom 18.-20. Juli mit Tageshöchsttemperaturen bis 38 Grad. Die anhaltende Hitze in Verbindung mit den nur wenigen Schauern führte zu extrem großer Trockenheit und Waldbrandgefahr in der 2. Monatshälfte.

Nach dem heißen und trockenen Juli folgte das Gegenteil im August, der sich durch erheblich zu feuchtes und auch kühles Wetter auszeichnete. Mit 125 mm Niederschlag fiel etwa doppelt soviel Regen wie normal! Außerdem gab es keinen Hitzetag, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, was ziemlich ungewöhnlich ist. Der August war stattdessen meist mäßig warm, d.h. Tageshöchsttemperaturen etwas über 20 Grad, mit häufigen Schauern. Ausgesprochen unbeständig, regnerisch und sehr kühl war es vom 6.-9. und vom 27.-29.8. Perioden mit anhaltend sonnigem Wetter gab es nicht.

Der September präsentierte sich ganz im Gegensatz zu dem Vormonat von seiner besten Seite: Es gab viel Sonnenschein bei meist noch sommerlichen Temperaturen, aber auch einige teils kräftige Schauer und Gewitter, wodurch die Niederschlagssumme trotz der vielen freundlichen Tage in etwa dem Mittel entsprach. Herausragend war ein Starkregenereignis am Abend des 18., infolgedessen es in einigen Gebieten zu Überflutungen kam. Die Stadt Neustadt (Orla) war hiervon nur teilweise betroffen; wenige Kilometer weiter östlich fielen aber enorme Mengen Regen binnen kurzer Zeit.

Auch der Oktober war zu mild, wenn auch nicht so extrem wie der Vormonat. Die erste Oktoberwoche begann unbeständig mit gelegentlichem Regen, der am 3. kräftig war. Vom 9.-27. herrschte meist freundliches Hochdruckwetter, vom 13.-15. bildete sich jedoch vorübergehend zäher Hochnebel und es war trübe. Am 17. gab es den ersten Bodenfrost, danach wurde es aber dank zunehmenden Südwestwindes deutlich wärmer - am 26. konnten nochmals extrem milde 24 Grad in Neustadt (Orla) gemessen werden. Erst die letzten Tage des Monates waren wolkiger und am 29. fiel etwas Regen.

Die wesentlich zu milde, teilweise sogar extrem milde Witterung setzte sich auch im November fort. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es keinen Frost gab. Die ersten 4 Tage waren zwar nasskalt mit Schneeregen, die Temperaturen hielten sich aber knapp über 0 Grad. Danach setzte sich aber wieder sehr milde Luft durch, wobei es teils neblig, teils sonnig war. Mit Temperaturen bis 16 Grad war es zur Monatsmitte am mildesten. Lediglich vom 9.-11. und 21.-23. war es etwas kühler mit leichtem Regen.

Wer nach dem milden November auf Winterwetter im Dezember hoffte, wurde enttäuscht: Es war erneut ein Monat mit wesentlich zu milder Witterung; die Niederschlagssumme war allerdings unter dem Durchschnitt. Dabei war es insbesondere in der ersten Monatshälfte sehr mild, dazu anfangs recht freundlich, später aber unbeständig. In der zweiten Monatshälfte wurde es dann etwas kühler, am Weihnachtswochenende gab es Nachtfröste. Bevor sich an den letzten beiden Tagen des Jahres wieder extrem milde Luft durchsetzen konnte, gab es am 28. mit etwas Schneefall ein kurzes Winterintermezzo.


Zusammenfassend betrachtet wird das Jahr 2006 vor allem aufgrund der extrem milden Herbstmonate in Erinnerung bleiben, beispielsweise mit Temperaturen bis 24 Grad noch Ende Oktober. Die größte Hitze gab es vom 18.-20. Juli mit bis zu 38 Grad. Buchstäblich ins Wasser fiel dagegen der August, der wesentlich zu nass und kühl war. Für Schlagzeilen sorgten Hochwasser und lokale Überflutungen im Februar und März - verursacht durch kräftigen Regen und Tauwetter.


Nach oben


Matthias Pfeil © 2003-08
Wetterdaten
Aktuell 2008
2007
2006
2005
2004
2003
2001-2002
Übersicht
  (1990 - 2007)
Wetterbilder
Wolken
  mittelhohe und hohe
Wolken
  tiefe und vertikale
Niederschlag
Dämmerung
Nebel
Sonstige Motive